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Archäologische Exkursion in die Glyptothek München

Von High Contrast - Selbst fotografiert, CC BY 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=28564829

Herr Scheller erklärte uns, dass König Ludwig I. ein großer Freund der griechischen Kultur war und dies in Kunst und Architektur in München einen Niederschlag fand. Beispielsweise ließ er den Königsplatz so gestalten, wie wir ihn heute erleben dürfen. Die Verbindung zu Griechenland besiegelte er, als er seinen Sohn Otto im Jahre 1832 nach Griechenland schickte, um dort zu regieren.

Nach eingehender Betrachtung der Gebäudekomposition, eine Anlehnung an die Akropolis in Athen, betraten wir die Glyptothek und Herr Scheller, der die Führung ausführte, erklärte uns, dass die Architektur der Glyptothek mit ihren Kuppeln und Tonnengewölben an eine römische Thermenanlage erinnere.

Als erstes besichtigten wir zwei archaische Kouroi, die symmetrisch konzipiert und frontal ausgerichtet sind, mit ihrem archaischen Lächeln Lebensfreude evozieren und durch die Schrittstellung ihre gesellschaftliche Stellung ausdrücken. Allein die verschiedenen Farbtöne der beiden Figuren ließen Rätsel offen, da sie aus dem gleichen Material hergestellt waren: Herr Scheller erklärte uns, dass die beiden Figuren lediglich in anderem Erdreich gefunden wurden, was über die Jahre auf die Farbe des Steines Einfluss hatte.

Im nächsten Raum fanden wir eine Plastik, die wir durch ihre Leidenschaft, ihren starken Ausdruck und anderer – zum Teil überraschender - Gestaltungselemente als eine hellenistische Figur einordnen konnten. Die Figur „fläzt“ auf einem Stein. Es ist unklar ob das Wesen schläft oder nicht, ob es angespannt oder entspannt ist. Das Wesen entpuppte sich als Satyr, ein Wesen aus dem Gefolge des Weingottes Dionysos.

Als wir in den nächsten Raum traten, sahen wir typisch klassische Plastiken, sie waren an ihrer Schrittstellung, dem Kontrapost, der s-linienförmigen Körperhaltung und den miteinander harmonierenden Körperteilen zu erkennen. Wir betrachteten u.a. eine Statue der Göttin Eirene, eine Personifikation des Friedens. Sie hält ein Kind im Arm, das wir später als Plutos, als Personifikation des Reichtums entlarvten.

Im nächsten Raum konnten wir den Westgiebel und Ostgiebel des Ägina-Tempels bestaunen und kamen nach Analyse der Giebelfriese auf den gemeinsamen Nenner, dass der Ost-Giebel, im Gegensatz zum archaischen West-Giebel, aus der Klassik stammen musste, da die Figuren am Ost-Giebel vielmehr miteinander Interagieren. Den Ägina-Tempel im Ganzen konnten wir an einem Modell bestaunen.

Im schließlich letzten Raum widmeten wir uns den römischen Portraits und überlegten dabei, welche Botschaft hinter den unterschiedlichen Gesichtszügen zu erkennen ist: Erfahrung, Disziplin und Strenge bei den Köpfen der römischen Republik, das die griechische Klassik imitierende Idealbild souveräner Erhabenheit in Augusteischer Zeit, griechisch-philosophische Konnotationen seit der Zeit der Adoptivkaiser, wohingegen während der Zeit der Soldatenkaiser wieder Kurzhaarfrisuren angesagt waren und militärische Strenge zum Ausdruck gebracht wurde.

Insgesamt waren es viele und interessante Eindrücke, die wir nach unserem Besuch zurück ans Gymnasium Kirchseeon nehmen konnten.

Maximilian Huber, Q11

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