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Auf Punktejagd : „ Handball-Mädels“ des Gymnasiums Kirchseeon beim Bundesfinale in Berlin

In Berlin werden alle 16 Mannschaften der einzelnen Bundesländer bei den Begegnungen in den Wettstreit treten und sich von ihrer besten Seite präsentieren, um den Titel einfahren zu können.

in Aktion Theresa Lettl (mit elf Toren erfolgreichste Schützin)

Der Weg dahin stellte sich allerdings alles andere als einfach heraus. Nachdem die Mannschaft, damals noch in einer etwas anderen Formation, bereits vor zwei Jahren kurz davor war, das Ticket in die Bundeshauptstadt zu lösen, scheiterte man noch knapp im Landesfinale an dieser Hürde. Letztes Jahr gönnte man sich eine gefühlte „schöpferische Pause“, um in diesem Jahr in der Altersklasse noch einmal richtig angreifen zu können. In den ersten beiden Spielrunden, dem Regionalentscheid in Ebersberg und beim Bezirksfinale in Geretsried, konnte man sich in insgesamt vier Aufeinandertreffen mit den konkurrierenden Mannschaften deutlich und ohne weitere Probleme durchsetzen. In Kempten, beim Südbayerfinale, sah dies schon anders aus und insbesondere ein starkes Team der Maria-Ward-Schule aus Kempten selbst verlangte den Mädels alles ab, wobei auch hier das Weiterkommen nur bedingt in Gefahr geriet.

Schlussendlich wurde diese Herausforderung ebenfalls mit lediglich leichten Wackeln und drei Siegen gemeistert, so dass am 10. März in Rimpar beim Landesfinale angetreten werden konnte. Spätestens hier war allen Teilnehmenden bewusst, dass es um Berlin geht. Kein Ausruhen, kein Taktieren – Vollgas war gefordert. Und hierfür musste die Leistung in nur einer 2x25 Minuten dauernden Spielzeit ausreichen. Dabei begegneten sich die beiden Teams, auf der andere Seite mit dem Gymnasium Neutraubling, eine Stützpunktschule Handball und damit kein unbeschriebenes Blatt, absolut auf Augenhöhe.

in der Abwehr im Einsatz, links Lena Trenkler und rechts Olivia Acker, im Tor Julia Arauner

Zunächst kommt das Team aus Kirchseeon noch gut in das Spiel und kann mit 4 zu 2 die erste Führung markieren. Nach den ersten Reaktionen von der Neutraublinger Betreuerin wird nun jedoch unsere Spielmacherin noch deutlich enger verteidigt, womit die Mannschaft zunächst ihre merklichen Probleme hat. Obwohl man immer wieder auf Treffer antworten kann, sieht man sich dennoch plötzlich nach den ersten 25 Minuten Spielzeit mit sieben zu zehn im Hintertreffen. Lediglich der überragend arbeitenden Abwehr und einer langsam immer mehr in ihrer Torhüterrolle im Handball (eigentlich im Fußball daheim) aufgehenden Torfrau hat man es zu verdanken, dass Neutraublings Angriffsbemühungen teils ideenlos verpuffen. Mit den gesammelten Kräften der Halbzeit, teils zumindest steigender Hoffnung und ein paar kleinen taktischen Maßnahmen, startet man zur Mission Aufholjagd. Mit jeder Aktion steigt nun der Wille, auf Tore der Gegnerinnen wird mit einem Gegentreffer geantwortet und mithilfe von Kreuzungen, Einlaufen und Parallelstößen kann verkürzt werden. In der entscheidenden Phase, ab Mitte der zweiten Halbzeit, sind es dann einzelne Aktionen, die dem Spiel mit ihren Anstrich verleihen und so erarbeitet man sich durchaus verdient den 16 zu 16 Ausgleich. Ab hier geht es sehr eng zu und das Ergebnis hätte auch durchaus genau anders herum ausfallen könne. Noch einmal verschnaufen während des Timeouts, Betreuer Cartal ist nun erst Recht fest davon überzeugt, dass hier nicht Schluss ist. Julia macht es noch deutlicher: „Echt jetzt, ich bin hier nicht hergefahren, um zu verlieren! Ich will nach Berlin!“ Gesagt, getan. Vom 18:17 an gibt man die Führung nicht mehr aus der Hand und beim 20:18, nur eine Minute vor Spielende ist eigentlich klar, dass lediglich ein riesiger Patzer etwas am Ausgang ändern könnte. Schlussendlich gewinnt die Mannschaft durch geschlossenes „Anpacken“ in der Abwehr, auch durch die im Wechsel agierenden Außenspielerinnen mit 20 zu 19 – Berlin!

Vom 26. bis 30. April darf die Truppe jetzt in der Landeshauptstadt zeigen, was gegen die anderen Mädchen der Nation geboten werden kann. Erstmals ist damit eine Sportmannschaft aus Kirchseeon beim Bundefinale vertreten und kann dort Luft bei der größten Veranstaltung im Rahmen des Schulsports von Deutschland schnuppern.

C. Cartal

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