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Theaterabo: Felix Krull

© Andrea Huber

Die drei Schauspieler Nicola Fritzen, Pascal Fligg und Justin Mühlenhardt inszenierten im Volkstheater das Leben des Hochstaplers Felix Krull nach Thomas Manns Roman. Auf der Bühne, einzig und alleine bestehend aus drei leuchtenden Rahmen, sind drei Krulls zu sehen. Jeder in seinem „eigenen“ Rahmen und jeder behauptet, die wahre Geschichte des Hochstaplers zu erzählen. Sie beginnen von Ereignissen aus Krulls Kindheit zu berichten, die den Betrüger besonders geprägt haben. Genauso wie sie sich in einigen Punkten einig sind, unterbrechen sie den anderen, um etwas ihrer Ansicht nach richtigzustellen. Alle drei haben aber gemeinsam, dass sie stets überzeugt von sich selbst sind und die Meinung teilen, sie würden jeweils am schnellsten eine Frau überzeugen, wenn sie sich in Unterwäsche zeigten…

Durch bewussten und klugen Schwindel gelingt es Krull, sich dem Militär zu entziehen und danach nach Paris zu vereisen. Dort angekommen, wiederholt sich der Wechsel der Darsteller in eine andere Rolle, wie beispielsweise in eine schöne Frau, die dem charmanten Mann mit scheinbar guten Manieren sofort verfällt. Außerdem steigt er, nachdem er als Liftboy in die Hotelbranche eingestiegen ist, gesellschaftlich auf. Er stiehlt, lügt und betrügt und doch bekommt er alles, was er sich nur wünschen kann, bis hin zum Adelstitel. Den erhält Krull, als er sich nicht mehr nur als Marquis de Venosta ausgibt, sondern gänzlich dessen Leben lebt.

Dem Zuschauer wird bei der Geschichte des Aufsteigers, der sich Ansehen und Titel erschwindelt, klar, dass solche Personen jedem jeden Tag begegnen oder sind wir sogar selber solch eine Person?

Die Schauspieler bewegten sich den ganzen Abend nicht mehr aus ihrem Rahmen heraus, selbst wenn es bedeutete sich zu verrenken und zu verbiegen, um mit den anderen Schauspielern agieren zu können. Dieses spezielle Agieren auf der Bühne spiegelt die Tatsache, dass sich auch Felix Krull in der Geschichte immer wieder aufgrund seiner viele Lügen immer wieder verrenken und verbiegen musste, um den Schein seines Lebens in höherer Gesellschaft nicht zu trüben.

Bastian Kraft inszeniert den Roman „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ von Thomas Mann auf eine lustige Art und Weise und benutzt hierfür nur sehr wenige und einfache Requisiten. Dem Zuschauer werden durch die drei Hauptdarsteller, die hin und wieder in Nebenrollen schlüpfen, verschiedene Seiten des Betrügers gezeigt, jedoch wird klar, dass alle drei das Ziel haben, als Felix Krull nach ganz oben zukommen.

 

 

Antonia Wedlich, Q11

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